von Earl.Mike » Di 9. Feb 2010, 15:59
So da scheiden sich ja wieder die Fasnachtsgeister.
Als Karneval, Fastnacht oder Fasching (auch fünfte Jahreszeit) bezeichnet man verschiedene Bräuche, um die Zeit vor dem Aschermittwoch in Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumender Lebensfreude zu feiern.
Diese Bräuche haben sich in den zahlreichen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen mit spezifischen Eigenarten entwickelt. Ihren Ursprung haben die Bräuche in einer christianisierten Form der heidnischen Winteraustreibung, wobei ein Bezug zur christlichen Fastenzeit entstand. Weitere wichtige Einflüsse sind die Narretei, Lokalpatriotismus und die Verhöhnung der französischen Besatzung am Anfang des 19. Jahrhunderts. Auszug aus Wiki
nun denn Sind auch die Regionalbrauche auch etwas differenzierter, die meisten Ländereihen kennen das Austreibe Ritual, hingegen ist das Zürcherische per definition wie lange der Witer noch bleibt. ( mir jedoch schleierhaft auf welche Berechnung es beruht ).
Die bezeichnung "Schreyholz" kenn ich weniger wir haben früher gesagt s Tramentgleiserli ;-)
Basel:
Die Basler Fasnacht ist die grösste Fasnacht der Schweiz. Sie beginnt am Montag nach Aschermittwoch um 4:00 Uhr mit dem Morgestraich. Sie dauert exakt 72 Stunden und endet am Donnerstagmorgen um 4:00 Uhr mit dem Endstraich. In dieser Zeit wird die Basler Innenstadt von den Fasnächtlern beherrscht, die in ihren Cliquen durch die Strassen, Kneipen und Geschäfte ziehen. Von Aktiven wird die Basler Fasnacht auch als „die drey scheenschte Dääg“ (die drei schönsten Tage) bezeichnet.
Luzern:
Die Luzerner Fasnacht ist der grösste jährlich stattfindende Anlass der Stadt Luzern und der Zentralschweiz. Sie ist - nach der Basler Fasnacht - die zweitgrösste Fasnacht der Schweiz.
Sie verfügt über eine lange Tradition (siehe Lozärner Fasnachtskomitee). Die Fasnacht beginnt am "Schmutzigen Donnerstag" ("Schmotzige Donnschtig" oder "SchmuDo"), dem Donnerstag vor dem Rosenmontag. Um 5 Uhr morgens beginnt das Volksfest. Ein Boot mit Bruder Fritschi und seiner Fritschifamilie an Bord fährt vom Vierwaldstättersee in Luzern am Schweizerhofquai ein. Bruder Fritschi ist das imaginäre Oberhaupt der grössten und ältesten Zunft Luzerns, der Zunft zu Safran (um 1400 gegründet). Der "Urknall", eine sehr laute Detonation, die in der ganzen Stadt zu hören ist, gibt den Guuggenmusigen und allen Fasnächtlern das lange ersehnte Signal zum Ausbruch der Fasnacht.
Bern:
Die Berner Fasnacht kann bis ins 15. Jahrhundert zurück belegt werden. So werden in historischen Dokumenten immer wieder Fastnachtsspiele und -umzüge, Narrengerichte, Strassentheater, Fasnachtsfeiern, Spielleute und Masken erwähnt.
Mit der fortschreitenden Reformation zeigte sich in Bern eine wachsende Fasnachtsfeindlichkeit. Diese entstand nicht nur durch die reformierte Kirche, welche die Fasnacht als papistisch, heidnisch und unsittlich bezeichnete, sondern auch durch die Berner Regierung, die zu dieser Zeit nur noch sehr abgeschwächte Fasnachtsformen zuließ.
Im 18. Jahrhundert hat sich die Berner Fasnacht auf die jährlichen Ostermontagsumzüge verlegt. Im 19. Jahrhundert ist die Berner Fasnacht dann fast eingeschlafen. Im 20. Jahrhundert wurden in der Zwischenkriegszeit in der Stadt Bern diverse Anstrengungen für eine Renaissance der Berner Fasnacht unternommen. So wurden in diesen Jahren verschiedene Fasnachtszeitungen gedruckt, welche aber in der Bevölkerung kaum Anklang fanden.
Zürich:
Sechseläuten (Zürichdeutsch: Sächsilüüte) ist ein Frühlingsfest in Zürich. Es findet Mitte April statt. Im Mittelpunkt des Festes steht die Figur Böögg, ein künstlicher Schneemann, der den Winter symbolisiert.
Um 18 Uhr wird der Böögg verbrannt, auch wenn die letzten Zünfte meist noch nicht am Festplatz eingetroffen sind. Der Böögg steht auf einem grossen Scheiterhaufen in der Mitte der Grünfläche auf dem Sechseläutenplatz. Während dieser brennt, reiten die Reitergruppen der verschiedenen Zünfte -in der Umzugsreihenfolge- drei Mal um den Böögg. Je schneller der mit Feuerwerkskörpern gefüllte Böögg den Kopf verliert, desto schöner soll anschliessend der Sommer werden. Bemerkenswert dabei ist: Die Brenndauer des Böögg korreliert in einer grossen Zahl der Jahre erstaunlich genau mit dem anschliessenden Sommerwetter in der Schweiz, vergleiche z.B. die Jahre 2003 bis 2007. Eine statistische Analyse kann aber diese Vermutung nicht erhärten.
So ich hoffe euch damit ordentlich gelangweilt zu haben und wünsche eine schöne Fasnacht allen.
Wer Zucht liebt, der wird klug; aber wer Zurechtweisung hasst, der bleibt dumm.
aus: Sprüche Salomons