Repressionen in der Türkei

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BDSM-Praktizierende sind es gewohnt, mit Vorurteilen und Benachteiligungen seitens der Öffentlichkeit konfrontiert zu sein.

Die Schwierigkeiten begrenzen sich nicht auf die Partnersuche, je nach Branche und Arbeitgeber wäre eine Kündigung bei einem Outing nicht überraschend, je nach Umfeld sind danach Übergriffe möglich, und das familiäre Umfeld kann auch auf verschiedene Arten reagieren, wenn die eigenen Neigungen plötzlich zum Thema werden…  

Dennoch gab es auch immer wieder positive Erfahrungen in den letzten Jahren, die allgemeine Akzeptanz ist in unserer Wahrnehmung gestiegen und für viele ist es kein Problem, in ihrem Umfeld von den eigenen Wochenenden zu erzählen.
Gerade darum ist es uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, dass innerhalb von Europa Menschen kriminalisiert werden – schlichtweg dafür, dass sie Shibari praktizieren. So geschieht es aktuell in der Türkei, wo die Repression gegenüber der Shibariturk-Community einen traurigen Höhepunkt erreicht hat. 

  • Mehrere Community-Mitglieder wurden unter der Anklage “obscenity” unter Hausarrest gestellt; es gibt gar Bemühungen, diese in reale Haftstrafen auszuweiten.
  • Eine betroffene Person muss diesen Arrest im selben Haus verbringen, wie ihr mutmaßlicher „Abuser“, dies obwohl auch gegen diese Person ein Verfahren läuft.

Ein Mitglied aus der hiesigen Community ist an uns herangetreten und hat gefragt, ob wir Unterstützung leisten möchten, um auf diese prekäre Diskriminierung von Gleichgesinnten Aufmerksam zu machen.
Als Verein, der sich in der Schweiz aktiv gegen Stigmatisierung und für Akzeptanz einsetzt, macht uns diese Repression tief betroffen. Wir stehen für Einvernehmlichkeit, Respekt und Freiheit. Was der türkischen Shibari-Community widerfährt, verdient unser aller Aufmerksamkeit und lautstarke Solidarität.

Gerne werden wir an diesem Post anhängen, welche lokalen Communities ihrer Solidarität Ausdruck verleihen, ausserdem haben wir schon von Aktionen an einem wunderschönen Rope Retreat in Österreich (https://uniquehorny.at/) mitbekommen. Dort wurden nicht nur viele solidarischen Nachrichten, sondern auch Spenden gesammelt haben, welche von einer weiteren Community danach noch verdoppelt wurden.


Wo finde ich mehr darüber heraus?

Die Shibariturk Community betreibt ein Fetlife-Profil, auf welchem mehrere Texte über ihre Erfahrungen in den letzten Wochen zu finden sind. Hier finden sich auch Aktionen von anderen Communities, an denen man allenfalls teilnehmen kann.

Was kann ich effektiv tun?

  • Folgt den Updates auf Fetlife, sprecht an euren Stammtischen und Communities darüber und schafft Bewusstsein.
  • Sendet der Community auf Fetlife Zuspruch und Mitgefühl – Worte des Mitgefühls und der Anteilnahme können viel Mut und Kraft geben.
  • Auch finanzielle Unterstützung ist willkommen, es werden beispielsweise Mittel für Anwalts- und Prozesskosten benötigt, um sich juristisch gegen diese Willkür zu wehren:
    – Support ShibariTurkey on Patreon:
    – Support ShibariTurkey through Limited Digital Artwork
    – es gibt inzwischen auch Solidaritätsveranstaltungen dazu, in der USA bieten Menschen einen Kink Education Event an, der Erlös vom Event geht an die ShibariTurk Community:
    Kink Myths Busted: A Fundraiser Panel in Support of ShibariTurkey

Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind bei den Betroffenen in der Türkei.


Und hier findet ihr wer sich lokal für die Shibariturk-Community einsetzt:

internationale Events:

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